Koloman Wallisch

Koloman Wallisch

Kolomann Walischs Vater starb früh und so musste er die Schule verlassen und als Bauarbeiter seinen Lebensunterhalt verdienen. Nachdem er eine Lehre zum Maurer gemacht hat, muss er zum Militär und wird schließlich in den Krieg eingezogen. 

Koloman gehörte schon in seiner Jugend der Arbeiterbewegung an, die furchtbaren Erlebnisse im Krieg aber machten ihn endgültig zum engagierten Sozialisten. Als im März 1919 die ungarische Räterepublik ausgerufen wurde, kämpfte Wallisch Seite an Seite mit Béla Kun und Georg Lukács und er wurde Funktionär der ungarischen Räterepublik. Nach dem Zusammenbruch des Räteregimes in Ungarn und seiner Flucht nach Österreich war Wallisch in der Folge Parteisekretär und Gemeinderat in Bruck an der Mur, Landesparteisekretär der SPÖ, steirischer Landtagsabgeordneter und von 1930-1934 Abgeordneter zum österreichischen Nationalrat.

Bei einem Generalstreik der Arbeiter im Zuge der Februarkämpfe im Februar 1934 wurde der zu diesem Zeitpunkt in Graz wohnhafte Wallisch nach Bruck an der Mur gerufen, um dort die Führung des Republikanischen Schutzbundes zu übernehmen, der zeitweise die Kontrolle über die Stadt übernehmen konnte. Einem Bericht der Bundesgendarmerie ist Folgendes zu entnehmen: „Die Seele des Aufruhrs in Bruck war der bekannte Brucker Gemeinderat, Landtagsabgeordnete und spätere Nationalrat Koloman Wallisch, der im Laufe des Vormittags des 12. Februar mit einem Kraftwagen in Bruck eingetroffen ist.

Als das Bundesheer anrückte, musste sich Wallisch mit 320 Schutzbundangehörigen in die nahe gelegenen Berge zurückziehen. Da auf ihn ein Kopfgeld in Höhe von 5.000 Schilling ausgesetzt war, wurde er erkannt und am 18. Februar 1934 auf der Flucht mit dem Auto von Leoben nach Admont gefangen genommen. Bereits am gleichen Tag wurde Wallisch verhört, vor ein Standgericht gestellt und zum Tode durch Erhängen am Galgen verurteilt; das Urteil wurde am 19. Februar in Leoben vollstreckt.

Koloman Wallisch vor seiner Hinrichtung

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