Portrait von Rosa Luxemburg

Rosa und Karl

Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht gehören zu den wichtigsten VertreterInnen eines Sozialismus, der für die Ideale des Internationalismus, des Antimilitarismus, der Gerechtigkeit und der radikalen Demokratie steht.

Rosa und Karl traten bedingungslos gegen den sich anbahnenden Krieg ein und waren unversöhnlichen in ihrer Kritik der kapitalistischen Klassenherrschaft. Sie kritisierten auch die Führung der deutschen Sozialdemokratie hart, die mit ihrem kompromisslerischen Kurs von den sozialistischen Zielen der Partei immer mehr abging und schließlich sogar den Kriegskrediten zustimmte.

 
Rosa Luxemburg
wurde 1871 in eine jüdische Kaufmannsfamilie in Polen geboren. Früh schon schloss sie sich politischen Zirkeln an und kam mit den Schriften Karl Marx´ in Berührung. Sie emigrierte nach Zürich, wo sie Nationalökonomie studierte. Nach dem erlangen des Doktortitels ging sie nach Deutschland, um in der Sozialdemokratischen Partei mitzuarbeiten. Da Rosa Luxemburg keine war, die den Mund hielt, kam sie bald mit den Partei-Oberen in Konflikt. Aufgrund ihres Engagements gegen den Krieg, was die die meiste Zeit während des Ersten Weltkrieges im Gefängnis. Nach dem Krieg half Rosa bei der Gründung der Kommunistischen Partei Deutschlands (KPD) mit und schreib deren Grundsatzprogramm.

 
Karl Liebknecht
wurde ebenfalls 1871 geboren und war einer der Gründer der proletarischen Jugendbewegung Deutschlands. Später wurde Abgeordneter zum Reichstag, wo er den linksrevolutionären Flügel der SPD vertrat. 1916 wurde er aus der SPD Fraktion ausgeschlossen, da er gegen die Bewilligung der Kriegskredite (Burgfriedenspolitik) stimmte. Er war ein Mitbegründer des Spartakusbundes und war während des Krieges ebenfalls lange Zeit inhaftiert. Auch er war Gründungsmitglied der KPD.Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht werden oft in einem Atemzug genannt, nicht nur weil sie einander zu Lebzeiten treue Kampfgenossen und politische Weggefährten waren. Rosa und Karl fanden auch gemeinsam ihren tragischen und brutalen Tod: Am 15. Jänner 1919 wurden sie beiden von Freicorps-Offizieren verhaftet und im Edenhotel in Berlin verhört und gefoltert. Schließlich wurden Rosa Luxemburg und Karl Liebknecht erschossen. Rosa´s Leiche wurde in den Landwehrkanal geworfen. 
 
So ist das Leben und so muss man es nehmen, tapfer, unverzagt und lächelnd - trotz alledem.(Rosa Luxemburg, Briefe aus dem Gefängnis)

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