Covid-Konzept

CoVid-Präventionskonzept

Als Kinderfreunde und Rote Falken Österreich liegt uns die Gesundheit und die Sicherheit unserer Feriencamp-Teilnehmer*innen, sowie allen haupt- und ehrenamtlichen Mitarbeiter*innen sehr am Herzen. Wir haben deshalb ein CoViD-19-Präventionskonzept für unsere Zeltlager erstellt. Dieses entspricht den geltenden gesetzlichen Bestimmungen und wird regelmäßig geprüft und ggfs. an Änderungen der gesetzlichen Lage in Österreich angepasst. Dieses Konzept möchten wir hier auch veröffentlichen, um zum einen transparent zu arbeiten und zum anderen unseren Ortsgruppen einen Leitfaden für die Erstellung von Präventionskonzepten für ihre eigenen Veranstaltungen, Camps etc. bereitzustellen.

    

1. Maßnahmen zur Schulung der Betreuer*innen

Bereits im Vorfeld wird eine (Online-) Schulung (via Zoom) mit allen Betreuungspersonen durchgeführt. Hierbei werden die gesetzlichen Grundlagen, die Empfehlungen und dieses organisationseigene Präventionskonzept durchbesprochen und sowohl das richtige Desinfizieren als auch die Wichtigkeit der Abstandsregeln vermittelt. Zudem werden der Fall einer Infektion und tägliche Maßnahmen in Form eines Rollenspiels genau durchgespielt, sodass jede Betreuungsperson genau über Abläufe Bescheid weiß und diese schnell internalisieren kann. Alle Betreuungspersonen erhalten nach Abschluss der Schulung sowohl das Präventionskonzept als auch die Empfehlungen des Bundesministeriums für Gesundheit.

Die Teilnahme an der Schulung wird durch die Kinderfreunde bestätigt. Die Organisation garantiert dafür, dass nur Personen beim Sommerlager als Betreuer*innen eingesetzt werden, die auch an der Schulung teilgenommen haben. Zu Beginn des Camps (1. Abend) findet zudem eine kurze Auffrischung der Schulungsinhalte statt, bei der auch auf mögliche Änderungen der gesetzlichen Lage eingegangen werden kann. Zusätzlich müssen alle Betreuer*innen eine Selbstverpflichtungserklärung zur Einhaltung aller Präventionsmaßnahmen unterschreiben.

Gemäß gesetzlicher Bestimmungen wird während des gesamten Camps ein*e CoViD-19-Beauftragte*r installiert.

    

2. Organisatorische Maßnahmen 

Die Organisation der Gruppen wird so gestaltet, dass die maximale Personenanzahl von 20 Kindern oder Jugendlichen (Betreuer*innen nicht eingerechnet) nicht überschritten wird. Diese Kleingruppen werden im weiteren Text als „Kontaktgruppe“ bezeichnet. Innerhalb einer Kontaktgruppe gelten keine Abstandsregelungen. Zu anderen Kontaktgruppen ist ein Mindestabstand von einem Meter einzuhalten.

Vor dem Camp: Im Rahmen der Anmeldung wird darauf hingewiesen, dass ein erhöhtes Risiko für Kinder und Jugendliche mit chronischen Vorerkrankungen besteht. Diese Vorerkrankungen werden im Gesundheitsbogen auch dezidiert abgefragt. Als Kinderfreunde und Rote Falken möchten wir dennoch niemanden aufgrund von Vorerkrankungen ausschließen. Es liegt also in der Entscheidung der*des Erziehungsberechtigten bzw. der Entscheidung der betroffenen Betreuungsperson. Es wird außerdem noch einmal darauf hingewiesen, dass die Gesundheitsbögen und Teilnehmer*innen-Listen im Falle einer Infektion an die Gesundheitsbehörden übergeben werden, um ein effizientes Contact-Tracing zu ermöglichen. Die gesammelten Gesundheitsbögen sind zudem beim Eintreffen im Camp umgehend der eingerichteten Sanitätsstation zu übergeben. 

Anreise: Beim Anreisetreffpunkt besteht MNS-Maskenpflicht und die 1-Meter-Mindestabstandplicht für alle Erziehungsberechtigten, Teilnehmer*innen und Betreuer*innen. Dies gilt auch für den Treffpunkt für die Abholung nach dem Camp. Personen (z.B. Erziehungsberechtigte, die die Kinder bringen), die nicht mit der Gruppe mitreisen, haben den Treffpunkt schnellst möglichst wieder zu verlassen. Außerdem werden die Erziehungsberechtigten im Vorfeld ersucht, mit so wenig Begleitpersonen als möglich zum Treffpunkt zu kommen. Bereits bei der Anreise werden die Teilnehmer*innen in ihre Kontaktgruppen eingeteilt (Bodenmarkierungen).

Bei der Anreise mit öffentlichen Verkehrsmitteln besteht für die Teilnehmer*innen MNS-Maskenpflicht. Da davon auszugehen ist, dass der Mindestabstand zwischen den einzelnen Kontaktgruppen bei Anreise mit einem Mietbus nicht eingehalten werden kann, gilt deshalb auch bei Mietbussen MNS-Maskenpflicht. Erziehungsberechtige, die ihr Kind direkt ins Camp bringen möchten, haben dies vorher anzumelden, sodass dies gut organisiert werden kann. Dabei dürfen die Erziehungsberechtigten nur gekennzeichnete Bereiche betreten. Das Betreten des weiteren Campgeländes ist untersagt.

Das Ein- und Aussteigen in Bus oder Bahn erfolgt gestaffelt nach Kontaktgruppen. Die Gepäckentladung wird ausschließlich vom Betreuungspersonal durchgeführt. Unmittelbar nach Ankunft im Camp waschen sich die einzelnen Kontaktgruppen gestaffelt die Hände.

Infrastrukturelle Maßnahmen: Jede Kontaktgruppe hat ein eigenes Gruppenzelt (Hangar). Dies ermöglicht die Abwicklung des Frühstücks und das Durchführen von Gruppenprogramm bei Schlechtwetter. Dieses Gruppenzelt wird im weiteren Text als „Homebase“ bezeichnet.

Programm: Das Programm wird innerhalb der Kontaktgruppe organisiert. Bei Programmpunkten für/mit mehreren Kontaktgruppen oder Teilnehmer*innen aus verschiedenen Kontaktgruppen (z.B. Kinderrepublik) gilt der Mindestabstand von einem Meter und/oder MNS-Maskenpflicht. Der Mindestabstand wird hierbei durch deutlich gekennzeichnete Flächen oder zugewiesene Sitzplätze (z.B. bei Kinoabend) gewährleistet. Zu Beginn des Camps werden die „Corona-Verhaltensregeln“ als verpflichtender Programmpunkt für alle kommuniziert.

Unterbringung: Die Unterbringung im Zelt erfolgt ausschließlich mit Personen aus der eigenen Kontaktgruppe. Die Zelte werden regelmäßig gelüftet und gereinigt/desinfiziert.

Verpflegung: Das Essen wird zentral ausgegeben und auf der Essensterrasse bzw. in bereitgestellten Großzelten gegessen. Die einzelnen Kontaktgruppen werden in mehrere Essensturni aufgeteilt. Vor der Essensausgabe wird Handdesinfektionsmittel für alle Teilnehmer*innen bereitgestellt/ausgegeben. Außerdem bekommt jede Kontaktgruppe fixe Tische zugewiesen. Bevor eine Gruppe am Tisch Platz nehmen kann, hat die Betreuungsperson den Tisch und die Bänke mit bereitgestelltem Desinfektionsmittel zu reinigen. Sowohl Tisch als auch die dazugehörige Reinigungsutensilien sind klar und deutlich für die Kontaktgruppen und deren Betreuer*innen gekennzeichnet. Nach dem Essen ist das benutzte Geschirr zum Abspülplatz zu bringen, wird aber im heurigen Jahr ausschließlich vom Küchenpersonal gespült.

Zentrale (Camp-) Angebote:

  • Zentrales, pädagogisches Team: Da großes zentrales Programm im heurigen Jahr aufgrund der Hygienemaßnahmen nur in sehr geringem Maß möglich sein kann, gibt es vom zentralen, pädagogischen Team Workshop- und Freizeitangebote, die die einzelnen Kontaktgruppen buchen und nutzen können.
  • JUZ-Gebäude: Das JUZ-Gebäude ist pro Tag nur von jeweils einer Kontaktgruppe nutzbar und wird vor jeder Nutzung von Seiten des Camps gereinigt. 
  • KiKo (Kinderkonsum - Kiosk): Beim Einkaufen bei unserem Kinderkiosk ist ein Mindestabstand von einem Meter einzuhalten. Außerdem wird ein Einbahnsystem für den Einkauf eingerichtet. Es wurden Babyelefanten aus Holz angefertigt, um dies kindgerecht zu visualisieren. Es werden zudem Sonnenschirme aufgestellt um das Warten an sonnigen Tagen zu erleichtern.
  • HeKo (Helfer*innenkonsum - Bar): Beim Aufenthalt in unserem Barbereich ist ein Mindestabstand von einem Meter einzuhalten. Um den Platz für den Aufenthalt zu vergrößern, werden zusätzliche Sitzgelegenheiten im nahegelegenen Großzelt eingerichtet.

Besuchswochenende: Ein Besuch durch die*den Erziehungsberechtigte*n ist im heurigen Jahr nicht möglich. Für Individualbesucher*innen gilt der Mindestabstand von einem Meter gegenüber allen Personen am Campgelände. Zudem ist das Übernachten im Zelt von Freund*innen nicht gestattet.

Außerhalb des Campgeländes: Um im Falle einer Infektion das Contact Tracing so einfach als möglich umsetzen zu können, wird der Kontakt zu Personen außerhalb des Campgeländes generell auf ein Minimum reduziert. 

  • Strand: Am Weg zum Strand, sowie am Strandgelände ist zu anderen Gruppen und externen Personen weiterhin der Sicherheitsabstand von mindestens einem Meter einzuhalten. Die Betreuer*innen haben in Absprache untereinander dafür Sorge zu tragen, dass sich nicht zu viele Teilnehmer*innen gleichzeitig im See aufhalten. Deshalb wird auch das Baden vor Ort in Turni organisiert. Zudem ist auch im Wasser auf den Mindestabstand zwischen Teilnehmer*innen verschiedener Kontaktgruppen zu achten.
  • Besorgungen/Einkäufe: Der Kontakt zu camp-externen Personen sollte so gut es geht vermieden werden. Sollten die Kinder oder Jugendlichen einkaufen gehen wollen, so ist das natürlich möglich. Im Supermarkt gilt ein Mindestabstand von einem Meter zu anderen Personen und MNS-Maskenpflicht. Als Kinderfreunde und Falken möchten wir professionell und sorgsam arbeiten und dies auch nach außen vermitteln. Deshalb sollten Kinder (und Jugendliche) nicht alleine einkaufen gehen. Im Sinne der Professionalität und der Prävention sind die Betreuer*innen angehalten vor und nach dem Betreten von Geschäften und Supermärkten die Hände ihrer Kontaktgruppenmitglieder zu desinfizieren. Alternativ können auch Einkaufszyklen (wie etwa nur jeden 2. Tag o.ä.) oder gemeinsame Einkaufslisten für die ganze Gruppe innerhalb von Kontaktgruppen vereinbart/erstellt werden, um so die Außenkontakte zu reduzieren. 
  • Ausflugstag: Es werden für den traditionellen Ausflugstag nur Aktivitäten durchgeführt, bei denen die Kontaktgruppe nicht in Berührung mit anderen Kontaktgruppen oder externen Personen kommt. Ein Ausflug z.B. ins Hallenbad ist deshalb nicht möglich.

       

3. Spezifische Hygienemaßnahmen

Sanitäranlagen: Um das Ansteckungsrisiko zu minimieren bzw. ein mögliches Contact Tracing zu vereinfachen, wird den einzelnen Kontaktgruppen eine der Duschanlagen für den gesamten Aufenthalt zugeteilt. Außerdem werden zu Beginn des Zeltlagers fixe Duschzeiten für die Gruppen mit den Betreuer*innen vereinbart. Zwischen den Duschzeiten der einzelnen Gruppen liegt eine Lüftungsphase von mindestens 15 Minuten. Wenn eine Gruppe mit dem Duschen fertig ist, hat der*die Betreuer*in die Duschen und insbesondere die Flächen, die mit den Händen berührt werden (z.B. Wasserhähne etc.) mit bereitgestelltem Flächendesinfektionsmittel zu reinigen. Abschließend sind die Fenster zum Lüften zu öffnen.

Die einzelnen Kontaktgruppen sind angehalten das morgendliche und abendliche Zähneputzen bei den Außenstellen (z.B. Brunnen, Waschrinnen) zu organisieren, damit es zu keiner Vermischung der einzelnen Gruppen bzw. Rückstaus in den Sanitärgebäuden kommt.

In den Toilettenanlagen wird Flächendesinfektionsmittel für die Klobrillen bereitgestellt. Die Kinder und Jugendlichen werden am ersten Tag von ihren Betreuer*innen über das richtige Desinfizieren der Toilettenfläche vor und nach dem Klogang informiert.

Die einzelnen Kontaktgruppen erhalten zudem ein Hygienepackage, dass Desinfektionsmittel und Reinigungsutensilien enthält und nur von der eigenen Gruppe verwendet werden darf. So kann ein regelmäßiges Desinfizieren der Gruppenräumlichkeiten (Homebase, Schlafzelte etc.) gewährleistet werden.

Bereitschaft: Es wird ein Bereitschaftsdienst eingerichtet, der mehrmals täglich die Desinfektionsmittel- und Seifenspender, sowie Papierhandtuchspender im Camp kontrolliert und ggfs. nachfüllt. Da auch hier die Durchmischung im Sinne eines möglichen Contact Tracing vermieden werden soll, wir es zwei kleine Bereitschaftsgruppen geben, die jeweils nur für den ihnen zugeteilten Sanitärbereich zuständig sein werden.

Programmatisches Händewaschen: Neben dem Händewaschen bzw. Desinfizieren vor den Essenszeiten bzw. am Morgen und vor dem Bettgehen, wird es zwei- bis dreimal ein gemeinsames Händewaschen als Teil des Programms geben. So soll die Wichtigkeit dieser Maßnahme spielerisch in der Gruppe sichtbar gemacht und der erhöhte Hygienebedarf gewährleistet werden.

Regelmäßige Kontrolle: In regelmäßigen Abständen wird mittels kontaktlosen Thermometer die Temperatur der Teilnehmer*innen gemessen, um mögliches Fieber frühzeitig zu erkennen.

  

4. Regelungen zum Verhalten bei Auftreten einer SARS-CoV-2-Infektion 

Im Falle einer möglichen Infektion stehen Zimmer zur Isolation der betroffenen Person bereit.

Sollte ein Kind oder eine Betreuungsperson Symptome einer Covid-19-Infektion zeigen, gibt es einen detaillierten und klaren Verhaltenskodex für unsere Mitarbeiter*innen und wir als Kinderfreunde leisten den Anweisungen der Corona-Hotline folge.

Nach dem Ausschluss anderer Erkrankungen wird eine schnellstmögliche Abholung des Kindes oder der Betreuungsperson direkt vom Campgelände (durch die*den Erziehungsberechtigte*n) veranlasst.

Bis dahin wird die betroffene Person isoliert. Dies beinhaltet sowohl die Unterbringung in einem Isolationszimmer oder Isolationszelt als auch die Bereitstellung eigener Sanitäranlagen. Sollte die betroffene Person ein*e Teilnehmer*in sein, wird eine eigene Betreuungsperson für die Person installiert, die weiterhin Programm für den*die Teilnehmer*in organisiert. Außerdem werden Gruppenräumlichkeiten und gemeinsam genutzte Gegenstände und Infrastruktur etc. durch die Betreuungspersonen gründlich desinfiziert oder getauscht.

Sollte es einen positiven Infektionsfall am Camp (Kinder oder Mitarbeiter*in) geben, werden die Erziehungsberechtigten so rasch als möglich informiert.

    (Stand: 3. August 2020)

         

Präventionskonzept // Download:

Video: Präventionsschulung

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